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Hallo zusammen,
ich habe eine kurze Frage zum Thema Sprachwahl. Unser Sohn geht ab Herbst aus Gymnasium. Grundschulempfehlung BW ist eindeutig und Notendurchschnitt spricht auch für sich.
Er hat sich entschlossen, dass er mit Latein und Englisch beginnen möchte und freut sich, dass er nicht in die Fußstapfen seiner Schwester tritt, die vor einem Jahr mit Französisch und Englisch begonnen hat. Ich unterstütze seine Entscheidung, weil ich merke, dass er das wirklich gerne möchte.
KV möchte nun, dass er Französisch nimmt. Sein Argument ist "tote Sprache, beruftliche Chancen, Vielsprachigkeit, Multinationalität..."
Außerdem ist er der Meinung, dass man so eine Entscheidung nicht einem 9-jährigen überlassen kann.
Wie ist die Rechtslage? Dass er natürlich seine Wünsche einbringen kann ist klar (gem. Sorgerecht). Aber kann er eine Entscheidung gegen den Willen von (Mutter) und Sohn durchsetzen?
Viele Dank für eure Infos.
Herzliche Grüße
Marianne
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08.02.2010 10:13 |
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Max
Moderator

Dabei seit: 25.07.2005
Beiträge: 4.348
Herkunft: BW
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Hallo Marianne,
| Zitat: |
| kann er eine Entscheidung gegen den Willen von (Mutter) und Sohn durchsetzen? |
Ich denke, dass er das nicht kann. Ich denke auch, dass die Fächerwahl eher zu den täglichen Dingen gehört, die in der Entscheidung des betreuenden Elternteils liegen.
Nachstehend eine kleine Argumentationshilfe:
Ich habe über 20 Jahre in einem der größten französischen Konzern gearbeitet. Die Konzernsprache war und ist Englisch! Und das ist in fast allen großen französischen Unternehmen so.
Von allen weltweit lebenden Menschen, deren Muttersprache Französisch ist, leben über 20% in Paris, 70% im restlichen Frankreich und 10% verteilen sich auf Algerien und weitere völlig unbedeutende ehemalige Kolonien.
Französisch verbessert die Berufschancen im globalisierten Arbeitsmarkt im Promillebereich.
Hinzu kommt, dass Französisch ungeheuer schwer zu lernen ist und dadurch einm gutes Gesamtergebnis so gefährdet ist, dass dieses Risiko den Vorteil bei weitem übersteigt.
Latein ist die Grundlage aller romanischen Sprachen!
Nicht nur, dass die deutsche Grammatik die lateinische zur Grundlage hat, haben Weltsprachen wie Spanisch und Portugiesisch, aber auch Italienisch und Rumänisch und auch Französisch (wichtiger, als Französisch) Latein zur Grundlage. Ein späteres Nachholen vorgenannter Sprachen ist um Vieles leichter, wenn man die lateinischen Grundlagen beherrscht.
Hinzu kommt, dass Latein eine sehr logische Sprache ist und fast mathematisch gelernt werden kann.
Ich versichere Dir, dass ich weiß, von was ich rede. Ich spreche Englisch und Französisch und hatte aber der 1. Klasse Gymnasium Latein.
Französisch finde ich toll, wenn ich mal in Frankreich Essen gehe, das war es aber auch schon.
Grüße
__________________ Max
Die Stärke unserer Überzeugung ist schlechterdings kein Beweis für ihre Richtigkeit.
(John Locke, engl. Philosoph und Politiker)
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08.02.2010 11:07 |
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marianne013

Dabei seit: 08.10.2007
Beiträge: 13
Themenstarter
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Hallo Max,
was die Argumentation betrifft, sehe ich das genauso. Ich hatte selbst nie Latein, weil meine Eltern - leider - auch die Meinung der "toten" Sprache vertraten.
Das Französisch schwer zu erlernen ist, kann ich nur bestätigen. Meine Tochter tut sich richtig schwer, obwohl das ihr Lieblingsfach auf der Grundschule war und sie wirklich eine gute Schülerin ist.
Vielen Dank für die detaillierten Zahlen. Es ist das erste Mal, dass ich das aus der Sichtweise eines Menschen höre, der alle drei Sprachen gelernt hat.
Herzliche Grüße
Marianne
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08.02.2010 12:01 |
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Zita

Dabei seit: 05.01.2006
Beiträge: 243
Herkunft: Deutschland
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Hallo Marianne,
ich habe Latein gelernt und kann damit heute überhaupt nichts anfangen. Ich finde es heute sehr schade, dass ich kein Französisch sprechen kann und finde es als berufstätige Erwachsene äußerst schwierig, dies nachzuholen. Sämtliche Versuche sind aus Zeitgründen gescheitert.
Die Argumentation mit Paris, Frankreich und Algerien würde ich noch mal überdenken bzw. ergänzen. Sonst entgegnet dir der KV noch, dass es auch in Belgien und der Schweiz französische Muttersprachler gibt. Diese Länder waren meines Wissens nie Kolonien Frankreichs. Sicher, es sind kleine Länder, aber dennoch...
Für beide Sprachen mag es gute Argumente geben, doch das entscheidende ist doch die Motivation des Sohnes. Was nützt ihm lustloses Rumsitzen im Französischunterricht? Dann doch besser mit Lust Latein!
Erkundige dich doch, ob die Schule nicht Französisch als dritte Fremdsprache anbietet. Gerade für einen leistungsstarken Schüler ist eine dritte Fremdsprache doch kein Problem. So kann er ggf. beide Sprachen lernen. Und der KV ist beruhigt, dass der Französisch-Zug noch nicht endgültig abgefahren ist...
LG
Zita
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Zita: 08.02.2010 12:22.
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08.02.2010 12:20 |
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marianne013

Dabei seit: 08.10.2007
Beiträge: 13
Themenstarter
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Hallo Zita,
3. Sprache ist Französisch oder naturwissenschaftlicher Zug. Das habe ich dem KV auch schon gesagt und damit argumentiert, dass ja bei Latein als erste bzw. zweite Sprache noch nicht die schulische und beruftliche Zukunft entschieden ist.
Es ist aber machmal schwer, Argumente positiv aufzunehmen, wenn man aus Prinzip dagegen ist...
Danke für den Hinweis auf das kleine Nachbarland Schweiz.
Grüße
Marianne
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08.02.2010 12:37 |
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Wolfgang Becker
Administrator

Dabei seit: 28.12.2004
Beiträge: 15.217
Herkunft: Ludwigshafen/Rh., OT Hemshof
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08.02.2010 13:06 |
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Zita

Dabei seit: 05.01.2006
Beiträge: 243
Herkunft: Deutschland
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Marianne,
| Zitat: |
in Belgien und der Schweiz französische Muttersprachler gibt. Diese Länder waren meines Wissens nie Kolonien Frankreichs
| Zitat: |
| doch, im Mittelalter ! gehörten zu F, wurden von französischen Adligen regiert. |
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Ich habe mit Hilfe von Wolfgang Becker DAS Argument gefunden!
England wurde im Mittelalter 300 Jahre lang von französischsprachigen Adeligen regiert. Somit war England - nach Wolfgang Beckers Definition -mal französische Kolonie!
Sage deinem Ex einfach, mit Englisch würde dein Sohn Französisch gleich mitlernen!
So, Geschichte, Erdkunde und Sprachwissenschaften sind jetzt genug gefoltert worden und es hilft dir ja auch nichts. Obwohl - mit Latein könnte dein Sohn später der Wahrheit anhand von Originalquellen auf den Grund gehen!
Es ist schade, dass Prinzipienreiterei auf Kosten der Motivation des Sohnes gehen. Der KV sollte sich freuen, dass sein Sohn so motiviert ist und weiß, was er will. Könnt du und dein Sohn nicht noch einmal gemeinsam auf dieses Argument zurück kommen?
LG
Zita
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Zita: 08.02.2010 13:23.
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08.02.2010 13:21 |
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ruth

Dabei seit: 01.03.2006
Beiträge: 1.247
Herkunft: Saarland
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Hallo,
heute würde ich meiner Tochter Latein empfehlen, sie hätte vielleicht manches in der Grammatik schneller verstanden. Ausserdem lernt sie auch jetzt noch Spanisch, und da kann Latein auch sehr hilfreich sein.
Ich kann allen Sprachen etwas abgewinnen, bin aber selber Multi-Lingual aufgewachsen, somit war das für mich nie ein Thema.
Allerdings finde ich eines ganz wichtig:
Auch wenn wir alle irgendwie der Meinung sind, ein Kind kann das noch nicht entscheiden oder vorausschauen....
Wenn ein Kind aber quasi "gezwungen" wird, eine Sprache gegen seinen Willen zu erlernen, obwohl es lieber eine andre Sprache gehabt hätte, ist der Misserfolg möglicherweise schon vorprogrammiert. Denn wenn ich etwas ablehne, bringe ich dafür nicht die notwendige Begeisterung und den Fleiss auf, den es braucht. Und dann ist niemandem gedient, wenn er dann zwar die Sprache genommen hat, die Papa will, aber mit einer 5 rumkämpft.
Das ist meiner Meinung nach später das größere Übel.
Gruss Ruth
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08.02.2010 13:35 |
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Wolfgang Becker
Administrator

Dabei seit: 28.12.2004
Beiträge: 15.217
Herkunft: Ludwigshafen/Rh., OT Hemshof
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hallo Zita, also an Deinen Geschichtskenntnissen solltest Du noch arbeiten.
England wurde von Normannen erobert, und somit regiert. Das waren aber keine "französische" Adlige sondern eben Normannen, Nachkommen der Wickinger. Diese haben sich französisches Land angeeignet, besiedelt --> die Normandie.
Umgekehrt wird eher "ein Schuh draus". Denn Frankreich wurde im 100jährigen Krieg von englischen Truppen überrannt, ein Großteil des Landes eingenommen. Bis die berühmte "Johanna von Orleans" den Widerstand organisierte und die Franzosen zu Siegen führte, bis die Engländer sich wieder auf ihre Insel zurück zogen.
Durch die Heiraterei untereinander waren der Adel, auch die Königshäuser, so miteinander verwandt dass sich oft gegenseitige Erbschaften zu solchen Streitereien hochschaukelten.
doch das alles hat wenig mit der Sprachentwicklung zu tun, außer villeicht dass solche Fremdbesetzungen eher im Volk die Ausbildung der eigenen, völkischen Sprache förderte.
__________________ mfg WB

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08.02.2010 17:49 |
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Zita

Dabei seit: 05.01.2006
Beiträge: 243
Herkunft: Deutschland
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Danke schön!
Lieferst du auch noch eine Definition des Begriffs Kolonie nach? Das wäre lieb!
LG
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08.02.2010 18:11 |
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loewe.pf
Dabei seit: 25.05.2008
Beiträge: 55
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Hallo Marianne,
möchte Max bestätigen:
Hatte ab Sexta Englisch, ab Quarta Latein und ab Obertertia Französisch bis zu Abi 1972.
Latein hat mir bis heute ganz gewaltig geholfen.
Hinzu kommt heute in überlaufenen Gymnasien, die dennoch alte Sprachen anbieten,
- ob man es will oder nicht -
eine weitere (soziale?) Weichenstellung für das Kind:
prozentual viel mehr Kinder, die Französisch wählen, halten nur bis zur Fachoberschulreife durch oder brechen gar schon vorher ab.
Auch deshalb sind in letzter Zeit "Latein" und "Griechisch" bei "vorbelasteten" Eltern voll der Trend, so dass nach Latein- und Griechischstudienräten vehement gesucht wird.
Viele Grüße
loewe
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08.02.2010 12:37 |
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Max
Moderator

Dabei seit: 25.07.2005
Beiträge: 4.348
Herkunft: BW
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Zugegeben,
eigentlich ist es blöd, was ich jetzt schreibe, aber ich muss es los werden:
Ich habe tatsächlich die paar Wallonen vergessen, die ausschließlich Französisch sprechen. Und die paar Schweizer, die um Genf herum leben und die weiteren Schweizer Amtssprachen nicht beherrschen, habe ich auch vergessen. Diese beiden Gruppen werden jedoch überkompensiert durch die Menschen, die zwar per Amtssprache Französisch sprechen sollten, deren Muttersprache aber eine andere, meist arabische Sprache ist.
Wir sprechen also von ca. 50 Mio Menschen, deren Muttersprache Französisch ist. 20% dieser Menschen leben innerhalb der "Peripherique", der Pariser Stadtautobahn. Da ist Deutsch mit ca. 100 Mio bei weitem verbreiteter und Spanisch/Portugisisch mit ca. 630 Mio Menschen sicherlich betreffend der Wichtigkeit nach Englisch die 2. Weltsprache.
Chinesisch mit den beiden Hauptsprachen Mandarin und Kantonesisch ist für uns Europär sicherlich genauso wenig zumutbar, wie die über 50 unterschiedlichen Dialekte Indiens, und die meisten Russen sprechen entweder Englisch oder sogar Deutsch.
Beste Grundlage für die Sprachen der Iberischen Halbinsel ist auf jeden Fall Latein, mal ganz abgesehen vom phylosophischen und historischen Anreiz, den das Lernen dieser Sprache bringt.
Ich hatte übrigens auf einem altsprachlichen Gymnasium ab der Sexta (heute 5. Klasse) Latein. Wenn ich in der Obertertia Griechisch statt Französisch genommen hätte, wäre mir das Schulleben leichter gefallen. Auch deshalb, weil ich nie einen wirklich guten Französischlehrer kennengelernt hatte.
Grüße
__________________ Max
Die Stärke unserer Überzeugung ist schlechterdings kein Beweis für ihre Richtigkeit.
(John Locke, engl. Philosoph und Politiker)
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08.02.2010 14:37 |
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bubble
Dabei seit: 01.05.2007
Beiträge: 129
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Hallo zusammen,
Kanada, zumindest Teile davon, nicht vergessen!
Aber zur Sache, Ich habe auch mit Latein begonnen. Ab der 7ten kam Englisch dazu und ab der 9ten Französich. Ich habe Französich trotz "vernünftiger" Leistungen nicht geschafft und konnte zu meinem Glück noch auf den naturwissenschaftlichen Zweig wechseln.
Französisch ist aus meiner Sicht keine Sprache, die einem beruflich weiterhilft, zumal wie bereits dargelegt, jeder international tätige Konzern (und um die geht es ja vermutlich bei dieser Argumentation) auf Englisch kommuniziert. Latein schafft allerdings eine hervorragende Basis für eine tatsächliche Weltsprache, dem spanischen nämlich (vielleicht ein weiteres Argument!?)
Einen kleinen Haken gibt's vielleicht. "Vielleicht" deshalb, weil ich keine Ahnung habe, ob andere Schuformen heute ebenfalls Latein anbieten. Zu meiner Zeit war es jedenfalls ein massives Problem, wenn man das Gymnasium nicht gepackt hat. Vorallem in/nach den ersten beiden Jahren, weil bei uns damals eben nur Latein (und kein Englisch) unterrichtet wurde. Ein Wechsel auf eine Real- oder sogar Hauptschule war so gut wie unmöglich bzw. der weitere Absturz der Noten vorprogrammiert. Aber wie gesagt, ob das heute noch so ist, weiß ich nicht.
Grüße, bubble
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von bubble: 08.02.2010 14:56.
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08.02.2010 14:48 |
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Clemi

Dabei seit: 20.11.2007
Beiträge: 202
Herkunft: Bayern
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Hallo Marianne,
ich habe in der Schule Englisch und Französisch gehabt. Mit Französisch habe ich mich sehr schwer getan, aber ich vermute, an Latein wäre ich komplett gescheitert.
An der Universität musste ich dann Latein nachlernen, weil man für den Magister das kleine Latinum braucht. Da war es dann überhaupt kein Problem mehr und Spanisch habe ich dann gleich mitgenommen. Wobei mir dann auffiel, dass Latein auch dafür eine gute Basis ist.
Meiner Meinung nach kommt es immer auf den Lernwillen des Kindes an, wenn es um Latein geht. Die Argumentation, Französisch sei so wichtig, kann ich nicht nachvollziehen. Ich kann es nicht mehr und ich habe es auch nicht mehr gebraucht, im Gegensatz zu Englisch.
Gruß Clemi
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Clemi: 08.02.2010 14:25.
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08.02.2010 14:22 |
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stern

Dabei seit: 16.01.2008
Beiträge: 97
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Hallo Marianne,
ich selbst hatte im Gymnasium erst Englisch (ab der 5 Jahrgangsstufe). In der 6. Klasse musste man sich dann entscheiden, welchen Zweig man nimmt: ich hab mich für Latein (ab der 7. Jahrgangsstufe) und ab der 10. Klasse dann Französisch entschieden (Neusprachlicher Zweig).
Mein Bruder hat sich damals für den anderen Zweig, ohne Latein entschieden.
Heute bereut er das bitter! Musste wegen seines Sprachenstudiums (Italienisch, Spanisch) das Latinum nachholen – die komplette lateinische Grammatik und fast den ganzen Wortschatz! Das war ziemlich mühsam! Hat ihn ein Semester gekostet.
Was ich ganz easy in 5 Jahren gelernt habe, musste er in 2 Semestern schaffen!
Und - wie auch schon die anderen geschrieben haben – hilft Latein auch unheimlich bei allem was Grammatik angeht – besonders auch in Deutsch, aber auch in Französisch!
Und Französisch, wie du schreibst, kommt später bei deinem Sohn eh noch dazu! Wir haben damals in 3 Jahren das gelernt was der andere Schulzweig in 5 Jahren gelernt hat. Klingt zwar erst nach ziemlich viel, ist es aber nicht. - Die verbleibenden 2 Jahre wurde dann nur noch wiederholt.
Was den Lernstoff betrifft, ist das wahrscheinlich mit dem G8 jetzt noch alles viel krasser, aber gerade deshalb ist es eine besondere Motivation, auch das zu lernen was einem Spaß macht!
Außerdem bin ich mir sicher, dass Französisch für die berufliche Zukunft nicht besonders viel bringt! Gut, ihr wohnt vielleicht sehr nahe an der französischen Grenze, aber das war dann schon alles. Die Sprachen der (beruflichen) Zukunft sind da eher Chinesisch, Arabisch, Spanisch und evtl. auch noch Englisch. - Das sagt zumindest die Zukunftsforschung....
Achso, und ich habe mich damals für Latein entschieden, weil ich möglichst viele Sprachen lernen wollte. Wie schon erwähnt, hilft es ungemein beim Erlernen der romanischen Sprachen!
Liebe Grüße, stern
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von stern: 08.02.2010 14:49.
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08.02.2010 14:48 |
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marianne013

Dabei seit: 08.10.2007
Beiträge: 13
Themenstarter
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Also, Ihr Lieben alle,
herzlichen Dank für Eure Beiträge. Ich habe verschiedene Denkanstöße und Sichtweisen erhalten, die sehr interessant sind.
Ich bleibe dabei, ich unterstütze meinen Sohn in seinem Wunsch und alles Weitere wird sich im Laufe der Jahre zeigen.
Herzliche Grüße
Marianne
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08.02.2010 14:48 |
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Kleine Hexe

Dabei seit: 13.04.2006
Beiträge: 91
Herkunft: RP
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Hallo Marianne,
da sich mein Kind auch für Latein ab nächstem Schuljahr (Klasse 6) ausgesprochen hat habe ich lange gegoogelt.
Hier mal ein paar Links
Latein
Altphilogenverband 1
Altphilogoenverband 2
Argumente für Latein
Sehr gute Argumente für Latein
Studienvoraussetzung
Uni Halle
Latein ist ein Lernfach - sagen alle die Latein gehabt haben, die meisten geben auch zu es war für sie teilweise eine Qual aber die meisten sind auch sehr froh darüber Latein gelernt zu haben.
Eben weil sie bei vielen Sprachen einiges verstehen ohne sie gelernt zu haben durch die Ableitungen vom lateinischen.
Das Latinum hat man nach 5 Jahren auch mit mangelhafter Leistung in der Tasche - beim nachholen ist es nicht mehr so einfach.
Für mich waren weitere Argumente:
Obwohl wir wirklich in Grenznähe wohnen kann ich kein Französich, könnte also weder bei Vokabeln, Grammatik oder gar Aussprache helfen. Ich schaffe es gerade so einige (geschriebene) Wörter zu übersetzen sofern sie sich aus bekannten lateinischen oder aus deutschen Wörtern ableiten lassen.
Französich kann das Kind als 3. Fremdsprache ab Klasse 9 erlernen, kann es evtl. durch einen Aufenthalt in einem französichsprachigen Raum erlernen, kann es sogar als Erwachsener noch in der VHS oder Sprachenschulen erlernen.
Grüße
Kleine Hexe
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08.02.2010 15:47 |
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Prosop
Dabei seit: 25.01.2010
Beiträge: 54
Herkunft: NRW (OLG Hamm)
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Hallo!
Wichtiger als alle Geschichte: was will und was kann das Kind.
Uns wurde es so erklärt: ist jemand gut in Mathe, passt auch Latein.
Ist jemand eher extrovertiert, spricht gerne frei, spricht das eher für Französisch.
Ich habe über die Sprachwahl mit meinem Kind geredet, mich mit meinen Vorstellungen eingebracht, aber letztendlich mein Kind wählen lassen. Das war gut so und ich würde es wieder so machen. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass dein Sohn mit seinem Vater redet?
Ich hatte auch Latein, später als dritte Fremdsprache Französisch (eher schlecht als recht). Später locker Spanisch dazugelernt, aber wegen fehlender Praxis in diesen Sprachen ist letztlich doch nur Englisch hängen geblieben.
Gruß Roland
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08.02.2010 18:28 |
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Max
Moderator

Dabei seit: 25.07.2005
Beiträge: 4.348
Herkunft: BW
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Hallo miteinander,
| Zitat: |
| ist jemand gut in Mathe, passt auch Latein |
Das entspricht genau dem, was ich in meiner ersten Antwort geschrieben hatte und mir mein Latein- und Mathelehrer vor 40 Jahren beigebracht hat.
Grüße
__________________ Max
Die Stärke unserer Überzeugung ist schlechterdings kein Beweis für ihre Richtigkeit.
(John Locke, engl. Philosoph und Politiker)
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08.02.2010 19:14 |
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Siegfried
Administrator

Dabei seit: 01.01.2005
Beiträge: 3.902
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Hallo Marianne,
die Zustellung mehrerer Benachrichtigungen an die im Profil hinterlegte E-Mail-Adresse ist leider fehlgeschlagen. Entweder ist das Postfach geschlossen worden oder es ist voll. Bitte prüfen und ggf. Adresse im ändern.
Achtung: Nach Änderung muss der Teilnehmeraccount erneut aktiviert werden (Link per E-Mail an neue Adresse)!
__________________ Mit freundlichen Grüßen
Siegfried
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09.02.2010 20:30 |
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marianne013

Dabei seit: 08.10.2007
Beiträge: 13
Themenstarter
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Hallo Siegfried,
sorry, die Mail-Adresse war nicht mehr aktuell. Habe sie geändert - jetzt müßte es klappen.
Viele Grüße
Marianne
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10.02.2010 08:32 |
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Impressum
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