Irmgard Endries

Dabei seit: 23.11.2005
Beiträge: 2
Herkunft: Bezirkstelle Trier/ Wittlich
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PR Veranstaltung mit Überraschungen
Reaktionen eines Vortrag zum Thema " Aufgaben - Möglichkeiten und Grenzen des Jugendamtes"
„Denk ich an das Jugendamt in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht…“
Wittlich. Mit diesen Zitat begann Heribert Giebels, ehemaliger Jugendamtsmitarbeiter, Sozialpädagoge und Verfahrenspfleger sein Referat. Geladen hatte der gemeinnützige „Interessenverband Unterhalt und Familienrecht“ (ISUV). Sein Vortrag löste viel Zuspruch, Emotionen und Widerspruch unter den Anwesenden aus. Hier sprach ein Insider, der von 1980 bis 2003 selbst in einem Jugendamt gearbeitet hatte.
Er malte nicht einfach schwarz, sondern attestierte nicht wenigen Mitarbeitern Engagement. Allerdings kritisierte er den Apparat, die unkontrollierte Macht der Jugendämter. Schon kurz nach dem Inkrafttreten des neuen Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) wurde seitens der Kinderkommission darüber diskutiert, die Rechtsaufsicht über die Jugendämter auf Fachbehörden der Jugendhilfe zu übertragen, die Jugendämter der Fachaufsicht der Landesjugendämter zu unterstellen. Aber bis heute geschah nichts, wohl aus Kostengründen.
Nach Giebels Auffassung sollte sich die Qualität und Effektivität des sozialpädagogischen Handelns in den Jugendämtern verbessern, insbesondere viel mehr transparent werden. Diese notwendige Kontrolle kann nur durch ein gesichertes Beschwerdemanagement gewährleistet werden. Mangelnde Kontrollierbarkeit und Transparenz sind bundesweit Kritikpunkte am Jugendamt. Inzwischen beschäftigt sich gar der Europäische Gerichtshof mit dieser Kritik.
Seine Kritik fasste Giebels in der Aussage zusammen: „Entscheidungen von schicksalhafter Tragweite werden von Behördenmitarbeitern getroffen, die auch bei vorsätzlich verantwortungslosem Handeln nicht haftbar gemacht werden können. Es wird daher wichtig sein, die Diskussion über die Nachvollziehbarkeit von Jugendamtsentscheidungen und ggfs. auch deren Kontrolle im Hinblick auf ihre Rechtmäßigkeit intensiv weiter zu betreiben. Dazu wünsche ich uns allen Mut, Zuversicht und Beharrlichkeit.“
Eine Zuhörerin outete sich in der lebhaften Diskussion als Sachbearbeiterin des hiesigen Jugendamtes und widersprach dem Referenten sehr heftig. Giebels Darstellung fand jedoch bei den meisten Zuhörern Zustimmung, was diese mit ebenso heftig kundtaten. Anhand der heftigen Kritik der Betroffenen wurde deutlich, dass ein ausgefeiltes Beschwerdemanagement für Betroffene, aber auch für Mitarbeiter des Jugendamtes dringend erforderlich ist. - Giebels Checkliste „Umgang mit dem Jugendamt“ fand reißenden Absatz.
Ich möchte Euch bitten mir alle positiven und negativen Erfahrung mit den Jugendämter im Rahmen von Trennung und Scheidung, Pflegekindern, Heimunterbringungen, betreutes Wohnen und die Jugendhilfe für die Sorgen und Nöten des täglichen Lebens bei den Kinder, Jugendliche, Eltern und Großeltern zu zumailen
Vielen Dank für eure Mithilfe
Irmgard Endries
Bezirksstelle Trier/Wittlich
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Irmgard Endries: 24.09.2008 13:39.
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